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Schlafregression beim Baby: Warum Entwicklung den Schlaf verändert

  • Autorenbild: dschuster70
    dschuster70
  • 12. Aug.
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Aug.


Dein Baby hat gerade noch recht ruhig geschlafen und plötzlich sind die Nächte wieder unruhiger? Es wacht häufiger auf, braucht mehr Nähe, möchte öfter gestillt werden oder findet schwerer in den Schlaf?

Vielleicht bist du bei der Suche nach einer Erklärung schon auf den Begriff „Schlafregression“ gestoßen.


Ich mag diesen Begriff nicht besonders. Regression bedeutet Rückschritt. Dabei passiert in diesen Phasen oft genau das Gegenteil: Dein Kind entwickelt sich weiter – und das kann sich auch beim Schlaf zeigen.


Was ist eine Schlafregression?

Als Schlafregression werden Phasen bezeichnet, in denen Babys oder Kleinkinder plötzlich unruhiger schlafen als zuvor. Sie wachen häufiger auf, schlafen kürzer oder brauchen beim Einschlafen und in der Nacht wieder mehr Begleitung.


Für Eltern kann sich das wie ein Rückschritt anfühlen, besonders wenn das Schlafen gerade leichter geworden war. Dabei können neue Fähigkeiten und Entwicklungsschritte den Schlaf vorübergehend verändern.


Das heißt natürlich nicht, dass hinter jeder unruhigen Nacht Entwicklung steckt. Auch Zahnen, Infekte, Veränderungen im Alltag oder der individuelle Schlafbedarf können eine Rolle spielen.


Schlaf entwickelt sich eben nicht geradlinig.


Warum Entwicklung auch nachts spürbar ist

In den ersten Lebensjahren passiert unglaublich viel. Dein Baby lernt vielleicht gerade, sich zu drehen, zu krabbeln oder sich hochzuziehen. Es nimmt seine Umgebung immer bewusster wahr, Trennungen bekommen eine andere Bedeutung und später kommen Sprache, Autonomie und viele neue Gefühle dazu.


All das macht am Abend nicht einfach Pause.


Was dein Kind tagsüber beschäftigt und gerade neu lernt, kann sich deshalb auch nachts zeigen. Manchmal durch häufigeres Aufwachen, manchmal durch mehr Nähebedürfnis oder dadurch, dass das Einschlafen plötzlich wieder länger dauert.


Wann treten Schlafregressionen auf?

Im Internet begegnen uns ziemlich genaue Angaben: die 4-Monats-Schlafregression, die 8-Monats-Schlafregression, die 12-Monats-Schlafregression oder die Schlafregression mit 18 Monaten.


Diese Altersangaben können eine grobe Orientierung sein. Mehr aber auch nicht. Kinder entwickeln sich unterschiedlich und Entwicklung hält sich nicht an einen Kalender.


Es gibt aber Zeiten, in denen besonders viel passiert. Rund um den vierten Monat verändert sich zum Beispiel der Schlaf selbst deutlich - Aufwachreize werden mehr wahrgenommen und das Bindungsverhalten wird intensiviert. Später kommen große motorische, emotionale und kognitive Entwicklungsschritte dazu. Gerade dann beobachten viele Eltern auch Veränderungen beim Schlaf.


Muss ich bei einer Schlafregression etwas verändern?

Nicht unbedingt.


Manchmal hilft schon das Wissen, dass Schlaf sich im Laufe der Entwicklung immer wieder verändern darf. Nicht jede anstrengende Phase muss sofort „gelöst“ werden.


Vielleicht braucht dein Kind gerade einfach wieder mehr Nähe und Begleitung beim Ein- oder Weiterschlafen. Damit gewöhnst du ihm nichts Falsches an.


Und trotzdem darf es anstrengend sein. Wenn du über längere Zeit kaum Schlaf bekommst oder merkst, dass eure Schlafsituation für euch nicht mehr gut funktioniert, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Nicht mit dem Ziel, deinem Kind etwas abzugewöhnen, sondern um herauszufinden, was gerade dahintersteckt und wo Entlastung möglich ist.


Schlafentwicklung ist keine gerade Linie

Es gibt ruhigere Nächte und anstrengendere Zeiten. Neue Fähigkeiten, Entwicklung, Krankheiten, Veränderungen im Alltag und der individuelle Schlafbedarf können den Schlaf immer wieder beeinflussen.


Wenn dein Kind plötzlich häufiger aufwacht oder wieder mehr Begleitung braucht, heißt das deshalb nicht automatisch, dass ihr einen Schritt zurückgegangen seid.


Vielleicht passiert gerade sogar ziemlich viel nach vorne.


Wenn Schlaf gerade sehr anstrengend ist

Wenn du dir unsicher bist, was hinter dem Schlaf deines Babys oder Kleinkindes steckt, oder eure Situation euch zunehmend belastet, können wir gemeinsam genauer hinschauen.


Melde dich gern!


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